Milliarden Scherben

Wieder ein kleiner Auszug aus All unsere Momente für euch. 🙂

Advertisements

Lesung & Location Salzburg

Wie versprochen gibt es heute hier eine Lesung für euch – mein erstes Video als Autorin. Ich war nervös, hab zwischendurch abgebrochen und am nächsten Tag fortgesetzt, weil meine Einjährige meinte, zwanzig Minuten Mittagsschlaf wären genug, und dann ist auch noch mein Handy umgekippt – typisch für mich Tollpatsch. 😏 Naja, trotzdem, hier ist das Video für euch. 😊
Außerdem gibt es heute bei Booksworld of Love einen Blogtourbeitrag über den Schauplatz Salzburg, bitte kommentiert diesmal einfach bei diesem Facebookbeitrag, um am Gewinnspiel teilzunehmen. 

ENDlich!

Heute Morgen konnte ich das ENDE unter meinen neuen New Adult Liebesroman „All unsere Momente“ setzen! :)) Wer freut sich mit mir? Jetzt geht es weiter mit Überarbeitung, Lektorat, Korrektorat und Testlesern (motivierte Kommentatoren können sich gerne bei mir melden!). In ein paar Wochen könnt ihr euch das Buch dann bestellen. =D
Zur Feier des Tages hier ein Ausschnitt aus einer der ersten Szenen für euch:

Die Tür öffnete sich und Noelies Lächeln fiel in sich zusammen. Er war es! Nach all den Jahren. Er sah nach wie vor verboten attraktiv aus. Einzelne silberne Haare setzten eindrucksvolle Akzente in seinem dunklen Kurzhaarschnitt. War ja klar: Er gehörte zu den Männern, die reiften, statt zu altern. Sofern man mit sechsundzwanzig von Alter sprechen konnte.
Mark Rottner humpelte ohne die Spur eines Lächelns mit seinen Krücken auf sie zu. Todernst, als stünde ein Begräbnis an.
Das ihrer Würde? Erkannte er sie nicht mehr?
Einen Meter vor ihr blieb er wie angewurzelt stehen und sie erkannte die vertraut traurige Note in seinen blassgrünen Augen. »Noelie. Schön, dich wiederzusehen.«
Fassungslos öffnete sie den Mund. Er versuchte nicht einmal, es ernst klingen zu lassen. Wie konnte er ihr überhaupt unter die Augen treten?
Mühsam brachte sie ein Nicken zustande und deutete ihm, ins Behandlungszimmer zu gehen. Sie klammerte sich an ihr leeres Glas. Gleich müsste sie mit ihm reden. Und ihn berühren. Obwohl sie sich geschworen hatte, dies nie mehr zu tun. Wie könnte sie? Es musste einen Ausweg geben! Er tauchte hier auf, als wäre er nicht für immer aus ihrem Leben verbannt, als wäre dies ein freies Land … Sie stockte. Das war es wohl. Aber es war ihre Praxis und hier hatte sie das Sagen! Ihre Gedanken rasten. Könnte sie ihn zu einer Kollegin schicken? Doch wie sähe das aus, nach all der Zeit? Als stünde sie nicht über dem, was geschehen war. Als hätte sie ihn nicht längst vergessen. Sie schluckte schwer und folgte ihm.
Er saß auf dem Patientenstuhl, wie ein beliebiger Patient. Irgendjemand. Und so sollte sie ihn auch behandeln. Doch wenn sie ihn siezte, hielt er sie bestimmt für verrückt.
Noelie atmete tief durch und verfluchte sich sogleich dafür. Noch immer umgab ihn dieser herbschokoladige Duft, in den sie sich am liebsten vergraben würde. »Mark. Was führt dich her?«
Mit erhobener Braue deutete er auf seinen einbandagierten rechten Fuß und die ebenso bandagierten Handgelenke.
Natürlich. Sie schüttelte den Kopf über sich selbst. »Was ist passiert?«
Mark zuckte mit den Schultern. »Ein Unfall.«
»Bei einer deiner Freerunning-Touren?«
Seine Stirn runzelte sich. »Sag das nicht so überheblich. Das war mein erster gröberer Ausrutscher. Ich arbeite jetzt als Stuntman und auch bei meinem Job ist nie was passiert. Ich bin doch kein Anfänger!«
Ach, er war empfindlich? Wollte fair von ihr behandelt werden? Das hätte sie sich damals auch von ihm gewünscht! »War wohl nur eine Frage der Zeit.«
»Gehts noch?« Er rammte eine seiner Krücken in den Boden und verzog das Gesicht. »Verdammt!«
Geschah ihm recht. »Du solltest deine Handgelenke nicht mit ruckartigen Bewegungen oder zu viel Kraft belasten.«
»Was du nicht sagst!«
Sie legte den Kopf schief. »Bist du nicht hier, um dich beraten und behandeln zu lassen?«
»Sei nicht so provokant, Noelie. Du bist doch auch schon mit mir gelaufen.«
Bei der Erinnerung an diese Demütigung wurde ihr übel. »Ich habe rechtzeitig aufgehört.«
»Reibs mir ruhig unter die Nase.«
Noelie schüttelte langsam den Kopf. Er war nur ein Patient.

Na, wer ist neugierig auf mehr? 🙂

Schnipsel aus dem Manuskript „Waldwandler“

Ein kurzer Blick ins Manuskript zu „Waldwandler“ gefällig?

Zögernd deutete sie zum Wald. »Erzähl mir von deinem Leben. Wohnt ihr wirklich in hohlen Bäumen?«
Nun war es an ihm, die Augen zu verdrehen. »Wir sind doch keine Waschbären!«
Helea grinste.
»Auf den Bäumen wohnen wir.«
»Ah, wie Eichhörnchen?« Ein übermütiges Kichern entkam ihr.
Seine Miene verfinsterte sich. Das war wohl zu viel des Guten.
Sie räusperte sich. »Und wie haltet ihr euch warm im Geäst?«
Nun nahm sein Gesicht in etwa den Ausdruck an, den sie ursprünglich von furchteinflößenden Wilden erwartet hätte.
Helea hob die Hände. »War nicht bös gemeint, ich bin nur neugierig.«
Seine Stimme bebte. »Wie naiv bist du eigentlich? Glaubst du, wir wickeln uns in Kokons wie Raupen? Ich sags nur noch einmal. Wir! Sind! Keine! Tiere!«